Ein Artikel aus der Thüringer Zeitung zur dritten Internationalen Bergarbeiterkonferenz
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- Erstellt: Dienstag, 05. September 2023 22:35
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Frau Außenministerin Annalena Baerbock Zur Zeit findet die 3. Internationale Bergarbeiterkonferenz in Thüringen statt. Wir protestieren entschieden gegen die Verweigerung der Visa durch die Bundesregierung und den dem Außenministerium unterstellten Konsulaten für 30 Delegierte aus 17 Ländern: Afghanistan, Albanien, Elfenbeinküste, Uganda, Südsudan, Kamerun, Türkei, Marokko, Tunesien, Ruanda, Indien, Bangladesch, Togo, Tunesien, Nepal, Russland, Ukraine.
an das Außenministerium der BRD Sehr geehrte Damen und Herren, ich protestiere schärfstens dagegen, dass Vertreterinnen und Vertreter folgender Länder Afghanistan, Albanien, Elfenbeinküste, Uganda, Südsudan, Kamerun, Türkei, Marokko, Tunesien, Ruanda, Indien, Bangladesch, Togo, Tunesien, Nepal, Russland und Ukraine ein Visum verweigert wird, mit dem sie an zwei Konferenzen in Thüringen teilnehmen wollen:
Zu Beginn der 3. Internationalen Bergarbeiterkonferenz haben die Delegierten aus 18 Ländern zuerst die Eröffnungsrede des Hauptkoordinators der ICG, Andreas Tadysiak und den Rechenschaftsbericht der ICG diskutiert und anschließend eine Resolution beraten und gemeinsam verabschiedet.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, euer Streik an allen Standorten der LEAG am 1. September war beeindruckend! Alle Tagebaue und alle Kraftwerke habt ihr für 6 Stunden im Tarifkampf bestreikt. Um uns selber müssen wir uns selber kümmern! Wir stehen fest an eurer Seite! Im Frühjahr standen die Kumpel von Kali + Salz im Kampf um höhere Löhne.
Am letzten Tag trafen sich vormittags die Delegierten Amerika, Afrika, Europa und Asien zum Aufbau von Kontinental-Koordinationen. Das anschließende Abschlussplenum nahm die Berichte der neun Foren, der Generalversammlung und der Kontinentaltreffen entgegen.
Mit sieben internationalen und kämpferischen Demonstrationen begann der Auftakt, für die Eröffnung der 3. Internationalen Bergarbeiterkonferenz am 31. August 2023 in Dorndorf in Thüringen. Bei der Kundgebungen vor dem Kulturhaus in Dorndorf, wurde die Bevölkerung über das bemerkenswerte Anliegen unser 3. internationalen Treffens der Bergarbeiter aus bislang über 20 Ländern aufgeklärt. Die Konferenz wird darüber beraten und Beschlüsse fassen, wie wir Bergarbeiter uns über Grenzen hinweg gegen die Machenschaften der internationalen Bergbaukonzerne und die Regierungen ihrer Länder uns zur Wehr setzen und mit welcher Perspektive.
An das Auswärtige Amt, Bundesaußenministerin Annalena Bärbock, die deutschen Botschaften in Tunesien, Togo, Iran, Elfenbeinküste, Uganda und Nepal „Reisefreiheit nur für Kapital und Rohstoffe? - Visa für die Bergarbeiterkonferenz und internationale Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg sofort freigeben! “ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Demonstration protestieren energisch gegen die Verweigerung der Visavergabe an Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 3. internationalen Bergarbeiterkonferenz vom 31. August bis 3. September und der internationalen Einheitsfront gegen Faschismus und Krieg vom 5. bis 6. September in Thüringen durch einige deutsche Botschaften.
liebe Bergleute und Angehörigen, wir haben von dem schrecklichen Unglück heute bei euch im Bergwerk Kazakhstanskaya gehört. Ein Feuer ist ausgebrochen und konnte noch nicht gelöscht werden. Wir sind in Gedanken bei euch und gedenken der getöteten und verletzten Bergleute. Man kann von Glück sagen, dass nicht noch mehr Bergleute verletzt oder getötet worden sind. Wir Bergleute fördern die Schätze des Bodens unter harten und gefährlichen Bedingungen und unsere Lebensbedingungen sind schlecht.
Sehr verehrte Medienschaffende und Pressevertreter, wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf ein besonderes politisches und kulturelles Highlight lenken. Vom 31. August bis 3. September treffen sich in Thüringen über 60 Repräsentanten der internationalen Bergarbeiterbewegung aus 28 Ländern zu ihrer Dritten Weltkonferenz. Pressevertreter sind herzlich eingeladen und können sich aus erster Hand über die Lage von Millionen Beschäftigen in der Rohstoff- und Energieproduktion auf allen Kontinente der Welt informieren.
