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Jordanien: Gigantische Kupfermine bedroht das größte Naturschutzgebiet des Landes

In Dana, Jordaniens ältestem und größten Naturreservat, soll zukünftig Kupfer abgebaut werden. Naturschützer:innen kritisieren das Vorhaben heftig. Das Reservat liegt im Westen des Landes, unweit der alten nabatäischen Hauptstadt und historischen Ruinenstätte Petra. Mit 320 Quadratkilometern ist Dana das größte sowie gleichzeitig älteste Naturschutzgebiet Jordaniens. Zukünftig soll dort nämlich Kupfer abgebaut werden, wie das arabische Nachrichtenportal Al-Jazeera berichtet.

Laut der jordanischen Regierung gibt es in Dana schätzungsweise 45 Millionen Tonnen Kupfer. Im August beauftragte die Regierung das Umweltministerium, einen Teil des Gebiets für die Kupfergewinnung abzustecken. Außerdem wurde ein Komitee gebildet, das nach neuem Land suchen soll, um die abzubauenden Gebiete zu ersetzen. Das genaue Gebiet, das zwischen 60 und 106 km² groß sein soll, wird noch verhandelt. Die Internationale Bergarbeiterkoordinierung schreibt in ihrem Kampfprogramm zur Einheit von Kampf um Arbeitsplätzen und Umweltschutz: „Die Konzerne beuten die Bergleute und die Natur aus. Sie sind verantwortlich für die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen. Die Gier nach immer mehr Profit hat zu einer massiven Umweltzerstörung sowie zu einer zügellosen Ausbeutung der natürlichen Ressourcen geführt. … Gleichzeitig werden neue Rohstofflager ohne Rücksicht auf die Landbevölkerung, die Ureinwohner und Naturlandschaften erschlossen. ... Der Kampf der Bergarbeiter um angemessene Lebensbedingungen muss Hand in Hand gehen mit dem Kampf um den Schutz der Lebensgrundlagen. Wir leisten Widerstand gegen jedes Ausspielen der Arbeitsplätze gegen den Schutz der natürlichen Umwelt und die Spaltung, die damit einher geht. Wir brauchen beides zum Leben.“ Macht mit bei der Vorbereitung der III. Internationalen Bergarbeiterkonferenz von 31. August bis 03. September 2023. Habt ihr Interesse meldet euch bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!